Leserbrief zur Abstimmung in Alpnach vom 15. Dezember über Steuererhöhung und das Budget 2014: Bei einem Nein werden Aufgaben nur aufgeschoben

Als ich die Abstimmungsvorlage über die Steuererhöhung zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich, immer wird alles teurer, und jetzt wollen die noch mehr Steuern! Gahds nu?

Als ich aber die Konsequenzen betrachtete, welche eine Ablehnung mit sich ziehen könnte, hat sich meine Meinung sehr rasch geändert.

Die Weiterentwicklung der Gemeinde würde stagnieren, Sanierungen würden sistiert, Unterhalte reduziert. Diese Massnahmen werden nur aufgeschoben und müssen zu einem späteren Zeitpunkt mit viel höheren Kosten nachgeholt werden.

Das Schlimmste bei einem Nein an der Urne wäre aber die Leistungsreduktion im Bereich Bildung. Es könnten Klassen zusammengelegt, das freiwillige Kindergartenjahr aufgehoben, der Schwimmunterricht gestrichen und die Gemeindebibliothek geschlossen werden. Dies ist nicht als Angstmacherei zu verstehen. Wo sonst soll denn unsere Gemeinde über 1 Million Franken einsparen? Gerade erschien die neuste Pisa-Studie, und es wurde betont, dass gerade die Leseförderung zentral sei. Wie bitte sollen wir alle unsere Kinder ohne Bibliothek fördern?

 

Liebe Alpnacherinnen und Alpnacher, es kann nicht sein, dass wir auf Kosten der Bildung eine Steuererhöhung ablehnen. Vor allem auf Kosten der Kleinsten, unserer Kinder – unserer Zukunft. Unser schönes Alpnach soll wachsen und sich weiterentwickeln dürfen, das darf und soll etwas kosten und darf nicht an einer Steuererhöhung scheitern.

 

Investieren wir für die Zukunft von Alpnach und geben den Verantwortlichen den nötigen Handlungsspielraum.

Heute sage ich zu einer Steuererhöhung: klar gahds. Ich bitte Sie, am 15. Dezember ebenfalls ein Ja, am besten zweimal, in die Urne zu legen.

Martin Dahinden, SP Alpnach

http://www.obwaldnerzeitung.ch/magazin/meinung/obwalden/Bei-einem-Nein-werden-Aufgaben-nur-aufgeschoben;art66184,314276

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