Antwort auf Leserbrief in der Neuen Obwaldner Zeitung vom 13. Dezember 2013

Das Projekt Schmetterling der Stiftung Schärme wirft zu Recht Fragen auf. Michèle Schönbächler-Burch hat diese in ihrem Lesebrief vom 13. Dezember sehr gut dargelegt. Selbstverständlich braucht es Alters- und Pflegeheime – aber hier fragt es sich, ob wir solch teure Alterswohnungen in Sarnen tatsächlich brauchen. Dass die nächste Generation Sarner gemäss Aussage Projektplan Schmetterling noch mehr Wohlstand haben wird und dementsprechend höhere Wohnansprüche hat, ist ein schönes Wunschdenken. Und: Können wir es uns finanziell wirklich leisten, ältere Leute aus anderen Kantonen nach Sarnen zu holen? Sind wir Sarnerinnen und Sarner in der Lage, die Kosten zu tragen, wenn diese Leute später pflegebedürftig werden?

 

Ich habe zudem Zweifel an der Anzahl Pflegeplätze. Sie erscheint mir überdimensioniert. Die Gemeinde Sarnen verfolgt nämlich das Ziel, dass ältere Menschen möglichst lange zu Hause leben dürfen. Deshalb wurde von der Gemeinde Sarnen der gemeinnützige Verein KISS ins Leben gerufen. Das ist eine zukunftsgerechte Lösung für häusliche Begleitung und Betreuung.

 

Es wäre sehr wichtig, dass vor der Genehmigung des Quartierplans nochmals über das effektive Bedürfnis von Pflegeplätzen der Sarnerinnen und Sarner zwischen der Stiftung Schärme und Gemeinde gesprochen wird.

 

Nicole Wildisen, Sarnen

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