Mach was!“

Antwort auf das Blitzlicht von Adrian Venetz vom 7. November 2015
Leserbrief der SP OW


DANKE

Lieber Adrian Venetz
Ja es gibt uns schon zu denken: Das eidgenössische Parlament rutscht nach rechts, die Linken und die Mittel verlieren an Gewicht. Nicht überraschend schlägt sich der Trend zum Konservativen und Wirtschaftsliberalen auch im KAP (Sparprogramm) unseres Kantons nieder. Es soll gespart werden bei der Prämienverbilligung, Bildung, Kinderbetreuung, Jugendarbeit. Gleichzeitig denkt man über weitere Steuergeschenke für Bessergestellte nach. Da sträubt sich das Nackenhaar des sozial Denkenden. Dein Appel an uns ist verständlich. Du möchtest, dass das Volk aufgeschreckt wird. Ja, schrecken wir auf!
Wir sind wenige und setzen uns für alle ein mit wenigen Ressourcen jeder Art. Fehlt es uns an Elan und Leidenschaft? Unsere Kleinstfraktion im Kantonsrat kann sich keine Kantonsräte leisten, die sich zurücklehnen. Auf den Tisch hauen ist nicht unser Stil, das können andere besser und viel lauter.
Jammern ist fehl am Platz. Dein Mitleid ist nicht von Nöten. Aber wir sind dankbar für Deine Unterstützung. Medien sind zentral für die Meinungsbildung. Sogar die Weltwoche beklagte kürzlich das Verschwinden linksschreibender Journalisten (dabei ist nicht die Hand gemeint).
Befrei dich vom Reflex, dich verbal von uns zu distanzieren. Sich links zu exponieren tut nicht weh, braucht aber Rückgrat. Es ist schön, dass Du nach uns rufst. Es spornt uns an und zeigt allen, dass wir eine wichtige Kraft sind.

Gruss


SP Obwalden
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