Ambros Albert zur No-Billag Initiative

No-Billag-Initiative  — Zur eidgenössischen Abstimmung vom 4. März

Die SRG ist uns einen Franken pro Tag wert

In der Einleitung zur Schweizerischen Bundesverfassung steht, „dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen“. Soll also wirklich jeder nur für Einrichtungen und Leistungen bezahlen, die er selber beansprucht? Und nur erhalten, was er aus eigener Kraft finanzieren kann? Oder wollen wir lieber eine Gemeinschaft, die ein solidarisches Miteinander pflegt? Menschen, die für einander einstehen und auch Minderheiten und Benachteiligte zu ihrem Recht kommen lassen? Für ältere, weniger mobile Menschen und für Hör- und Sehbehinderte sind Radio und Fernsehen ein wichtiges Fenster zur Welt.

Wir werden an den Gebühren nicht zugrunde gehen. So wenig wie das Gewerbe und die umsatzstarken Unternehmen, die ja in den letzten Jahren steuerlich enorm entlastet wurden. Ich spreche oft mit Leuten, und weiss daher: Gerade Menschen mit wenig Geld sind sich sehr bewusst, dass sie die vielfältigen Leistungen und die ausgewogene Berichterstattung der SRG nirgends günstiger erhalten werden. Sie schätzen die Schweizer Fernseh- und Radioprogramme, die ihnen manche Stunde verschönern. Das ist ihnen eine Franken pro Tag mehr als wert. Da die SRG allen gerecht werden muss, kann nicht jedem alles gefallen. Das ist kein Grund, sie zu zerschlagen. Daher stimme ich mit Überzeugung gegen die No-Billag-Initiative.

Ambros Albert-Kathriner, Kantonsrat, SP-Obwalden

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