Finanzielle und personelle Ressourcen für den Naturschutz im Kanton Obwalden

Die SP Kantonsrätinnen Annemarie Schnider und Eva Morger reichen im Rahmen der Kantonsratssitzung vom 26.6.2020 eine Interpellation ein zu Finanzielle und personelle Ressourcen für den Naturschutz im Kanton Obwalden.

Ihre Begründung
Meldungen über die schwindende Artenvielfalt in der Schweiz häufen sich. Ein Drittel unserer einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist vom Aussterben bedroht.
Auch in unserem Kanton sind viele Arten im Rückgang und die Qualität schützenswerter Lebensräume nimmt weiter ab. Dies verringert nicht allein die Biodiversität in beängstigendem Ausmass, sondern macht auch den Menschen unseres Landes grosse Sorgen: Laut Bundesamt für Statistik schätzen 88 Prozent der Bevölkerung den Verlust der Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten als sehr oder eher gefährlich ein (BFS, Erhebung 2019). Die Kantone leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität. Sie sind für den Vollzug der Naturschutzgesetzgebung (NHG) verantwortlich.
Doch beim Schutz der Biotope von nationaler Bedeutung, der Naturjuwelen unseres Landes, besteht gesamtschweizerisch ein deutliches Defizit an Investitionen in den Unterhalt (Werterhaltung) und ein noch grösseres bei der Wiederherstellung dieser Biotope. Im Kanton Obwalden werden nach einer Erhebung des Bundes nur gerade 3 Prozent der national bedeutenden Objekte vollständig umgesetzt.

 

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