Medienmitteilung zur Klimapolitik

SP FORDERT EINE AMBITIONIERTE KLIMAPOLITIK



Die SP Obwalden nimmt den Evaluationsbericht zum Energiekonzept 2009 zur

Kenntnis und freut sich über das mehrheitliche Erreichen der Zielvorgaben.

Um die globalen Klimaziele zu erreichen, muss der Kanton Obwalden jetzt

eine ambitioniertere Klimapolitik in die Wege leitet. Die SP Obwalden fordert

das Erreichen von «Netto-Null» im Kanton Obwalden deutlich vor 2050,

verwaltungsintern bis 2035. Ausserdem muss der Kanton jetzt eine

Klimafachstelle schaffen, damit die Bemühungen der Obwaldner Klimapolitik

departementsübergreifend koordiniert werden.

Am Freitag, 30. April 2021, hat der Kanton Obwalden den Evaluationsbericht zum

Energiekonzept 2009 publiziert. Die SP Obwalden freut sich, dass der Kanton seine

Ziele mehrheitlich erreicht hat. Dennoch macht die Erfolgskontrolle deutlich, dass im

Kanton Obwalden weiterhin Handlungsbedarf bei der Bekämpfung der Klimakrise

besteht.


«Netto-Null» vor 2050

Die SP Obwalden fordert von der Obwaldner Regierung, dass die Ziele des Energie- und

Klimakonzeptes 2035 ambitioniert ausfallen. Wir fordern «Netto-Null»

Treibhausgasemissionen im Kanton Obwalden deutlich vor dem Jahr 2050.

Verwaltungsintern soll der Kanton seine Vorbildrolle wahrnehmen und bereits im Jahr

2035 klimaneutral sein – die Stadt Zürich zeigt den Weg. «Wenn wir jetzt nicht eine

ambitionierte Klimapolitik verfolgen, rächt sich das mit einem noch höheren

Investitionsbedarfes in der Zukunft», sagt Benjamin Kurmann dazu.

Schaffung einer Klimafachstelle

Weiter fordert die SP Obwalden die Schaffung einer Klimafachstelle. Die heutige

Situation, wonach klimapolitische Fragestellung von der Energiefachstelle bearbeitet

werden, wird dem Querschnittthema Klimapolitik nicht gerecht. Wir fordern, dass der

Kanton Obwalden – ähnlich dem Kanton Luzern – eine eigenständige Klimafachstelle

schafft und so dem Thema Klimaschutz auch verwaltungsintern jene Bedeutung und

Dringlichkeit beimisst, die es verdient.

Die SP wird in der kommenden Kantonsratssitzung eine entsprechende Motion

einreichen.

«Die Energiefachstelle leistet ausserordentliche Arbeit. Aber es kann nicht sein, dass

ein so wichtiges und dringliches Thema wie der Klimaschutz im Kanton Obwalden keine

ganzheitliche Betrachtung findet.», meint Benjamin Kurmann.



Ganzheitliche Betrachtung – Vorbild Luzern

In ihrer Medienmitteilung hält die Obwaldner Regierung fest, dass das

Nachfolgekonzept insbesondere die Handlungsfelder Mobilität, Gebäude und Industrie

einbeziehen soll.

Die SP fordert hier eine ganzheitlichere Betrachtungsweise. Es ist unabdingbar, dass

weitere Handlungsfelder ebenfalls berücksichtigt werden. Analog zum Planungsbericht

im Kanton Luzern, fordern wir zusätzlich konkrete Ziele und Massnahmen in den

Bereichen Wasser-, Wald-, und Landwirtschaft, sowie im Biodiversitätsmanagement,

dem Tourismus oder dem Umgang mit Naturgefahren.

«Der Kanton Obwalden verfügt nicht über die gleichen Ressourcen wie der Kanton

Luzern. Umso wichtiger ist es, die Erfahrungen und Vorarbeiten unseres

Nachbarkantons zu nutzen.», ergänzt Benjamin Kurmann.

Kurzfristig fordert die SP die Wiedererhöhung der Fördergelder für das Gebäudeprogramm.

Die Evaluation des Energiekonzeptes 2009 macht deutlich, dass der Kanton Obwalden

mit der Reduzierung der eingesetzten Mittel das volle Potenzial des

Gebäudeprogrammes nicht ausnutzt.

Hier fordert die SP Obwalden eine sofortige Aufstockung der Fördergelder. Es ist

aufgrund der zeitlichen Dringlichkeit der Klimakrise nicht haltbar, wenn die

bereitgestellten Mittel jeweils im Sommer ausgeschöpft sind. Der Kanton muss

Hauseigentümer:innen, die energetische Sanierungen durchführen wollen,

unterstützen. Nebst den positiven Auswirkungen aufs Klima profitiert durch das

Gebäudeprogramm auch das lokale Gewerbe.


Klimagerechtigkeit als Leitmotiv

Für die SP ist klar, dass die Bemühungen und Massnahmen im Bereich des

Klimaschutzes sozialverträglich ausgestaltet sein müssen – sowohl lokal wie global

betrachtet.

Der Kanton Obwalden hat als Teil eines wohlhabenden, stark industrialisierten Landes

eine besondere Verantwortung gegenüber ärmeren Ländern. Gerade reiche Länder und

Regionen, welche historisch bereits mehr CO2-Emissionen verursacht haben, stehen in

der Pflicht, ihre Emissionen möglichst schnell zu reduzieren.

Bei den Massnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise ist darauf zu achten, dass

finanziell schwächere Menschen nicht zusätzlich benachteiligt werden. Hier sollen das

Verursacher:innenprinzip berücksichtigt werden und klimaverträgliches Handeln

belohnt werden.



Initiative in der Planung

Damit die Obwaldner Regierung ambitionierte Klimaziele verfolgt und der Klimapolitik

endlich die nötige Dringlichkeit und Wichtigkeit zuspricht, prüft die SP Obwalden

derzeit die Lancierung einer kantonalen Volksinitiative.

Interessierte Bürger:innen sind herzlich eingeladen, sich gemeinsam mit der SP für eine

ambitionierte Klimapolitik im Kanton Obwalden zu engagieren. Weitere Informationen

dazu folgen.

«Ein wirksamer Klimaschutz garantiert den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Gerade

der Kanton Obwalden mit seiner einzigartigen Landschaft muss ein grosses Interesse

daran haben, die Umwelt zu schützen und die Treibhausgasemissionen möglichst

schnell auf Netto-Null zu senken», ergänzt Benjamin Kurmann.

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