Spannende Seiten der attraktiven Wohngemeinde
Die SP Giswil lud am 10. April zu einer öffentlichen Veranstaltung ein, die
unerwartete Seiten desselben Themas miteinander verknüpfte. Giswil als Wohngemeinde für Menschen, für Schwalben und für Fledermäuse. Das breit
gefächerte Thema fand ein reges Interesse bei der Bevölkerung, so dass
Ortspräsident Ambros Albert über 30 Personen zum Anlass begrüssen konnte. Der thematische Teil wurde von drei verschiedenen Fachpersonen bestritten. Albert
lmfeld von der Heimatkundlichen Vereinigung berichtete über die frühe Besiedlung von Giswil, wo die drei ,Burgen› entstanden. Über die Fledermäuse als wenig
bekannte tierische Bewohner orientierte der Regionalvertreter Alex Theiler. Die
Ornithologin Romy lneichen schliesslich zeigte die Besonderheiten verschiedener Schwalbenarten auf. Ebenfalls begrüssen konnte Ambros Albert den
Gemeindepräsidenten Beat von Wyl sowie den SP-Kantonalpräsidenten Guido Cotter.


Eher Wohntürme als Burgen
Albert lmfeld zeigte in seinem Vortrag auf, dass die Gemeinde Giswil bis weit ins 14. Jahrhundert von aussen verwaltet wurde, von den Habsburgern und vom Kloster Murbach. Dazu wurden örtliche Verwalter eingesetzt, die sogenannten ,Meier›. Diese hatten nicht nur eine beherrschende Stellung im Dorf, sondern besetzten auch
mehrfach das Arnt des Landammanns von Obwalden. Dass sie dazu eine besondere Behausung bauten, erstaunt deshalb nicht. Von den drei ursprünglichen
Wohntürmen ist der mittlere, jene auf dem Hügel der heutigen Pfarrkirche Rudenz, nicht mehr sichtbar. Von der Ruine Rudenz sowie von der Rosenburg im Kleinteil
sind noch Ruinenreste vorhanden. lmfeld führte aus, dass die früher vermutete
militärische Funktion der Anlagen geschichtlich klar widerlegt sei.

Einmalige Vorkommen der Kleinen Hufeisennase
Alex Theiler, der die Fledermausvorkommen von Giswil sehr gut kennt, wies darauf hin, dass Giswil mehrere Kolonien der Kleinen Hufeisennase aufweise. Dies sei
gesamtschweizerisch einmalig. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass im Gegensatz zu den Ackerbaugebieten des Mittellands früher der Einsatz des Insektizids DDT in
Giswil deutlich wenig verbreitet war. Trotz einer Spannweite der Flügel von gegen 25 cm wiegt das kleine Säugetier keine 10 Gramm. Auf seinen nächtlichen Jagdflügen
orientiert sich das Tier stark entlang bestehender Strukturen wie Mauern, Wänden oder Bäumen. Giswil dürfe stolz sein auf den grossen Bestand des geheimnisvollen
Jägers. Im Übrigen war es eindrücklich, wie Alex Theiler trotz seiner seit längerem bestehenden Sprachstörung die Zuhörer zu fesseln vermochte.


Schwalben und andere Flugkünstler
Die Feldornithologin Romy lneichen zeigte mehrere schwalbenartige Vögel im
Vergleich. Die Rauchschwalbe niste vor allem in zugänglichen Ställen, die Mehlschwalbe hingegen an den Aussenwänden von Gebäuden. Fehlendes
Nistmaterial und die mögliche Verschmutzung an Fassaden bringe diese Art jedoch stark unter Druck, weshalb in den letzten Jahren an mehreren Orten künstliche
Nisthilfen angebracht wurden. Besser gehe es der Felsenschwalbe, der weniger auffälligen, bräunlichen Schwalbe, die in Giswil regelmässig zu beobachten sei. Im
Kirchtunn Rudenz, der im Rahmen des Anlasses bestiegen werden konnte, seien jedoch keine Nester entdeckt worden. Hingegen jage dieser Vogel regelmässig um den Turm herum, wohl aufgrund des Insektenangebots.


Aktuelle Fragen an die aktiven Politiker
In der Cafeteria der Betagtensiedlung lud die SP Giswi l zum Abschluss zu einem Apero. Dies bot der Aktuarin Verena Berchtold Gelegenheit, den anwesenden
Amtsträgern der SP Giswil aktuelle Fragen zu stellen. Kantonsrat Ambros Albert berichtete, dass er persönlich das Wohnen auf dem Einzelhof im Grossteil genossen
habe, heute aber ebenso die Umgebung des Quartiers Rudenz schätze. Gemeindepräsident Beat von Wyl wies auf das Bestreben des Gemeinderates hin,
die Baukultur in Giswil zu verbessern, was jedoch nur langfristig erreicht werden
könne. Sch,nunzeln löste die Aussage des gebürtigen Giswilers Guido Cotter aus, dass er sich mit den andern Schülern aus dem Bahnhofgebiet etwas als ,Städter von
Giswil› gefühlt habe. Mil dieser ungezwungenen Diskussion endete der gelungene Abend.


Kontakt:
Ambras Albert, Ortspräsident, Tel. 041 675 1 o 75
Verena Berchtold, Aktuarin, Tel. 041 675 10 44
intern: homepage, Ortsgruppe Giswil, Kantonalvorstand, Fraktion

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